Rohkost – aber richtig

Frühstück immer mit frischen rohen Früchten.

Bei einer Mahlzeit immer nur die gleiche Frucht. Also nur Melone oder nur Apfel etc. Das gilt für alle Früchte mit einem mittleren bis hohen Zuckeranteil.

Je nach Frucht und gegessener Menge kann nach ½ - 2 Stunden wieder eine Fruchtmahlzeit folgen.

Süße Früchte wie Feigen oder Datteln sollten nur für sich allein als Hauptmahlzeit gegessen werden. Man kann sie aber wunderbar mit Nüssen oder Bananen kombinieren. Das ist so zu verstehen, dass man zuerst ein paar Datteln isst und danach Bananen; - zum Schluss Haselnüsse. Oder nur Datteln mit Nüssen oder Nüsse mit Bananen.

Ab spätestens 4 Uhr Nachmittag keine Früchte mehr essen.

Gemüse kann nach dem Frühstück jederzeit gegessen werden. Also auch gleich nach einer Fruchtmahlzeit. z.B. Melone und nach einer kurzen Pause Paprika, Gurke etc. Achtung bei Tomaten: Diese sollten nicht mit anderen Früchten kombiniert werden, jedoch jederzeit mit Gemüse. Avocado zähle ich hierbei auch zu Gemüse!

Alle Gemüsesorten kann man untereinander problemlos mischen.

Gemüse ist das ideale Abendessen.

Wichtig: Zum Gemüse ist es ideal, ein paar Nüsse dazu zu essen, damit der Körper die Vitalstoffe besser aufnehmen kann. Viele Vitamine kann der Darm nur in Verbindung mit Fett aufnehmen. (=Fettlösliche Vitamine) Es müssen aber nicht unbedingt Nüsse sein, sondern es geht hier um den Fettgehalt. So kann man auch Oliven, Olivenöl, Avocado etc. dazu oder danach essen. Das beste Beispiel ist hier der frisch gepresste Karottensaft. Manche Menschen glauben fest daran, dass sie Karottensaft unbedingt mit einem Schuss Öl trinken müssten. Wem das aber nicht schmeckt, erreicht die gleiche Wirkung auch mit Nüssen!

Blattsalat kann man zu Gemüse und zu Früchten jederzeit essen.

Nach 6 Uhr abends sollte man normalerweise nichts mehr essen. Wer trotzdem noch einen großen Hunger hat, der sollte eine Salatgurke zu sich nehmen. Roter oder gelber Paprika wird auch noch gut verdaut.

Wer gerne Gewürze verwendet, der sollte sich einen Gemüsesalat machen.

Salz sollte in Wasser gelöst verwendet werden! Der Körper kann nur in Wasser gelöstes Salz richtig verwenden. Also immer mit Sole salzen!

Folgendes muss eingehalten werden:

Was man eingeschränkt (jedoch stark reduziert) essen kann:

Es sollte an mindestens einem Tag pro Woche nichts gegessen werden. z.B. vormittags nur frisch gepressten Fruchtsaft trinken und nachmittags nur Gemüsesaft. Einen Tag vorher und einen Tag nachher sollte man auch auf die eingeschränkten Nahrungsmittel verzichten – damit auch der Darm sich erholen kann!

Wer nach diesen Richtlinien leben will, sollte zuerst einmal eine Fastenkur machen und seinen Darm reinigen. Die Darmsanierung nach Robert Gray würde ich empfehlen. Ansonsten kann es zu unerwünschten und unvorhersagbaren Reinigungsreaktionen des Körpers kommen! (Heißhunger, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen etc. )

 

Wie geht die perfekte Ernährung?

Ganz ehrlich: Wirklich genau weiß das niemand. Denn wenn man sich einmal Forschungsstudien über Ernährung genauer angesehen hat, dann lässt sich praktisch jedes gewünscht Ergebnis erzielen. Ich experimentiere an mir selbst schon seit über 18 Jahren herum. Wenn ich bei einem Marathon dann 15 Minuten länger brauche als sonst, dann gibt mir das die Bestätigung, dass irgendwas nicht gepasst hat. So entwickle ich mein Ernährungssystem immer weiter. Gesundheit lässt sich nämlich durchaus noch verbessern. Ernsthaft krank oder bettlägerig war ich schon seit 7 Jahren nicht mehr.

 

Wie kam ich überhaupt dazu?

Es fing schon bei meiner Geburt an. Ich wurde mit der Saugglocke aus meiner Mutter herausgeholt und wäre dabei schon fast gestorben. Mein Kopf war dadurch kurzzeitig doppelt so lang als er es natürlich gewesen wäre. Dadurch war ich zu schwach um gestillt zu werden und wurde leider nicht mit Muttermilch ernährt. So wurde mir immer erzählt: „Du bist ein braves Kind gewesen.“ Kein Wunder, wenn man viel zu schwach für alles ist!

Als Kind habe ich den Winter und speziell den Frühling und den Herbst gehasst. Jedes Jahr im Herbst bekam ich eine Grippe. Durch die Nase zu atmen, das konnte ich bis zum nächsten Sommer vergessen. Und im Frühjahr, wenn die anderen Kinder schon im Frühlingssonnenschein draußen spielten, lag ich mit Grippe im Bett. Ich wurde mit Aspirin behandelt und wenn das nichts mehr half und das Fieber zu hoch war, kam der Arzt. Der verschrieb mir Antibiotika und es war jedes Mal ein Kampf, diese Tabletten hinunterzuschlucken. Auch an Zäpfchen und Wick Waporup kann ich mich noch gut erinnern. So mit ca. 12 Jahren bekam ich auch noch Keuchhusten, den ich viele Wochen sehr heftig spürte. In meinem Impfpass steht sogar drinnen, dass ich gegen Keuchhusten geimpft sei, was mein Vertrauen in die moderne Medizin nicht gerade förderte. Als ich ein paar Wochen oder Monate später zum Geburtstag einen Alpenrundflug geschenkt bekam, hatte ich ein wirklich unvergessliches Erlebnis. Als der Pilot den Sinkflug einleitete, dachte ich, dass mein Kopf nun gleich zerplatzt. Dieser Schmerz war so stark und heftig, dass es mir heute kaum was ausmacht eine Wurzelbehandlung ohne jede Spritze oder Betäubung über mich ergehen zu lassen. Den Keuchhusten spürte ich noch Jahre später. Ich war im Jahr so ca. 3-5 Wochen krank. Als ich 18 Jahre alt war, forderte mich meine Mutter auf: „Du sollst dir die Mandeln herausoperieren lassen, denn du hast dauernd Angina, und das geht aufs Herz.“ Das war mir dann entgültig zu viel und ich sagte: „NEIN! Das ist doch nicht natürlich. Ich will einen anderen Weg finden.“

Experiment und Wirklichkeit

Im Alter von 18 Jahren suchte ich nach Alternativen in der Ernährung. Auf dem Bauernmarkt kaufte ich Brot, Butter, Käse und unpasteurisierte Milch ein. Das erste Erfolgserlebnis bestand darin, dass diese Produkte viel besser im Geschmack waren als dieselben Produkte aus dem Supermarkt.

Die Grippe war dann auch nicht so heftig wie sonst, aber wirklich geändert hatte sich eigentlich nichts.

Nach einem Jahr als Programmierer musste ich zum Bundesheer. Ich war in Lienz stationiert in einer Kaserne, die keine eigene Küche hatte. Das Essen kam aus der anderen Kaserne und wurde für uns nur aufgewärmt. Dadurch war ich dann auch noch im Sommer öfter krank und holte mir auch noch einen Fußpilz. Dieser juckte mich dauernd zwischen den Zehen und durch das Reiben mit der Hand bekam ich den Pilz auch auf der Hand inklusive 3 Warzen. Aber auch die 6 Monate Bundesheer waren irgendwann vorbei.

Weil ich mich zu Mittag von meiner Computerarbeit so niedergeschlagen fühlte, begann ich vor dem Mittagessen noch einen Apfel zu essen und mich nach dem Essen 1 Stunde niederzulegen. Die nächsten 2-3 Jahre änderte sich kaum irgendwas und pro Jahr war ich ungefähr 2-3 Wochen krank. Bei einem Ausflug nach Wien machte ich Bekanntschaft mit dem Sivananda Yoga Zentrum. Von einem Schüler, der Bücher verteilte, bekam ich 3 oder 4 Bücher geschenkt. Ich las mir die Bücher durch und kam zu dem Entschluss, von nun an kein Fleisch mehr zu essen. Das führte dazu, dass ich war noch immer 2-3 Wochen krank war, aber bei weitem nicht mehr so heftig. So war es mir sogar möglich trotz der Grippe und des Fiebers am Silvesterabend noch bei einem Hotel ein Softwareupdate zu machen. Früher wäre es mir nicht möglich gewesen, das Bett überhaupt zu verlassen.

Als ich meine heutige Frau kennen lernte, nahm ich es mit der Enthaltsamkeit auf Fleisch nicht mehr so genau. Doch mit der Zeit wurden wir beide zu Vegetariern. Wir lernten Ignaz Schliefni und den FNL kennen und beschäftigten uns mit Permakultur, Heilkräutern, Duftessenzen, Edelsteinen, Viktor Schauberger und vielem mehr.

Mit 29 Jahren aß ich bei meiner Großmutter am Abend ein paar Weihnachtskeks und bekam in dieser Nacht heftige Bauchschmerzen und einen Brechdurchfall. Ich behandelte mich mit Einlauf und Kräutertee einen ganzen Tag lang. Einen Tag später ging ich zur Arbeit und auch zu meinem Hausarzt, der eine Gastritis diagnostizierte. Ich holte mir die Medikamente, die er verschrieb, gar nicht erst bei der Apotheke ab. Mit Einlauf und Kräutertee war schon einen Tag später nichts mehr von der Gastritis zu spüren. Das war meine letzte Krankheit, bei der ich im Bett bleiben musste und unfähig war etwas zu arbeiten. Das war Weihnachten 1998.

Von nun an aß ich rein vegan und voll biologisch. Leider aß ich dieser Zeit viel zu viel Getreide und Braunzucker, sodass ich im Februar 2000, als ich gerade zu Freunden nach Wien führ, einen leichten Schnupfen bekam. Ich war zwar nicht krank oder bettlägerig, aber ich brauchte zwei bis drei Tage ca. 10 Stunden Schlaf. Da ich ja in Wien zu Besuch war, ärgerte es mich so sehr, dass ich dann fast 3 Jahr lang nur von frischen Früchten und Wasser lebte. Ich fühlte mich dadurch wunderbar und war noch niemals in meinem Leben zuvor so leistungsfähig. Ich hatte in dieser Zeit nicht einmal ein bisschen Schnupfen oder irgendeinen Infekt. Alles war wunderbar – bis auf meine Zahnsubstanz. Also fing ich wieder an auch Nüsse, Salate, Gemüse und ab und zu auch unpasteurisierte Sahne zu essen. 1-2 x im Monat sogar Nudeln oder Pizza. Im Sommer 2005 lief ich fast jedes Wochenende ein Rennen (Laufsport/Berglauf). Ich probierte sehr viel mit Nahrung herum.

Ich testet die Wirkung von Bier, Biofruchtsäften ohne Zucker (pasteurisiert), Schlagsahne, Nudeln, Hirse, gekochtem oder gedünstetem Gemüse und vielem mehr. Dabei schnitt alles, was irgendwie erhitzt war besonders schlecht ab. Ab September 2005 hatte ich nun so viel mit Mischungen und Ernährung experimentiert, dass ich mich entschloss, nun nach diesem Programm zu leben. In Madeira habe ich dann meine Lebensweise niedergeschrieben.

Jeder, dem diese Lebensweise interessiert, der kann das ja einmal ausprobieren. Wem das zu extrem ist, der sollte einfach einmal damit anfangen, dass er kein Fleisch mehr isst. Aber bitte das Fleisch durch Früchte und Gemüse ersetzen und nicht noch mehr Getreide oder Milchprodukte essen. Fleischersatzprodukte sollte man auf jeden Fall meiden, das bringt im Grunde keine bessere Gesundheit. Es würde aber das Tierleid auf dieser Welt verringern. Eine weitere Empfehlung ist, zum Frühstück nur eine Sorte Früchte zu essen. Wem ein Apfel zu wenig ist, der kann ja auch 3 oder mehr essen! Als Frühstücksgetränk würde ich Wasser oder Tee anraten. Aber auf keinen Fall mit Zucker süßen!

 

Vorsicht ist geboten bei folgenden Lebensmitteln:

Die Nüsse, welche man in einem Supermarkt und auch im Bioladen kaufen kann, wurden bei der Trocknung auf über 42 Grad Celsius erhitzt und haben somit leider sehr an Vitalität verloren. Bei Walnüssen kann man das ganz markant schmecken. Sofern man an Walnüsse herankommt, die unter 42 Grad Celsius getrocknet wurden! Wenn ich „erwärmte Nüsse“ esse, so nimmt meine Leistungsfähigkeit eher ab statt zu. Bei rohen Nüssen ist genau das Gegenteil der Fall!

Fragen zu meiner Lebensweise

Warum Achtung bei Tomaten?

Botanisch sind Tomaten eigentlich Früchte und Gemüse ist im Normalfall eher "neutral". Extrembeispiel: Direkt nach dem Verzehr von Orangen würde ich niemals Tomaten essen. Diese Mischung vertragen die Verdauungsorgane sehr schlecht. Weiters ist besondere Vorsicht geboten, wenn Tomaten erhitzt werden. Sie sind dann extreme Säurebilder. Mit der Schale hat das nichts zu tun. Ich empfehle die Schale immer mitzuessen, da diese auch Ballaststoffe enthält.

 

Warum keine Kartoffel?

Die Kartoffel enthält extrem viel Stärke. Aus der Kartoffel lässt sich wunderbar ein sehr guter Kleber herstellen. Der Schleim bei einem Schnupfen ist umso zäher und hartnäckiger, je mehr man Kartoffel, Reis, Nudeln, Brot und sonstige Getreideprodukte isst. Wenn man nicht auf Getreide verzichten will, so empfehle ich HIRSE. Hirse ist eine der wenigen Getreidesorten, die nicht sauer auf den Körper wirken.

 

Warum keine gekochten Nahrungsmittel?

Kein in der Natur lebendes Wesen kocht seine Nahrung. Das ist etwas Widernatürliches. Es werden beim Kochen nicht nur Vitamine zerstört, sondern es wird das Nahrungsmittel "anorganisch". Bei ca. 42 Grad Celsius gerinnen alle Eiweißverbindungen und es tritt bei jedem lebenden Organismus der Tod ein! Gekochte Nahrungsmittel sind eines der Hauptgründe für die vielen Zivilisationskrankheiten, die trotz bester ärztlicher Versorgung immer mehr werden. Berücksichtigt man die hygienischen Zustände früherer Zeiten, so sind die vielen Krankheiten der Menschen ein Armutszeugnis für die Mediziner. Diese können aber nichts dafür - denn die Ernährung ist immer noch ein Stiefkind in der Behandlung von Krankheiten.

 

Ist dünsten besser als kochen?

Auf alle Fälle! Beispiel Gemüse: Wird Gemüse gedünstet, so enthält es wesentlich mehr Mineralstoffe, Geschmacksstoffe, -Vitamine und Spurenelemente. Beim Kochen schwimmt das alles im Kochwasser, das meistens weggeschüttet wird.

 

Ergänzung zu den eingeschränkten Nahrungsmitteln:

Diese sollten einfach nicht jeden Tag gegessen werden. Zumindest jeden 2. Tag sollten keines der Nahrungsmittel aus dieser Liste gegessen werden.

Warum bei einer Mahlzeit immer nur die gleiche Frucht?

Die chem. Bestandteile einer Frucht sind untereinander ausgeglichen und reagieren chem. miteinander nicht oder ganz gering. Bei zwei verschiedenen Sorten von Früchten können untereinander schon chem. Reaktionen einsetzen, bevor diese überhaupt verdaut wurden. Da ich 3 Jahre lang ausschließlich nur von Früchten lebte, habe ich festgestellt, dass es zu unerwünschten Reaktionen bei der Verdauung führen kann, wenn man Früchte untereinander mischt. Zum Beispiel Durchfall, Unwohlsein, Bauchschmerzen etc.

Warum sollten süße Früchte wie Feigen oder Datteln nur für sich allein gegessen werden?

Weil Fruchtzucker mit Fruchtsäure reagiert. Würde man zuerst eine Kokosnuss, danach 10 oder mehr Datteln essen und sofort anschließend darauf eine Ananas oder Zitrone, dann ist Durchfall noch das harmloseste Ergebnis. Kopf und Bauchschmerzen wären auch eine mögliche Folge.

Warum nach 4 Uhr Nachmittag keine Früchte mehr essen?

Weil sich durch den hohen Fruchtzuckeranteil der Körper nicht richtig auf die Schlafphase einstellen kann. Die Verdauungsorgane können sich besser regenerieren, wenn man nicht zu spät und zu viel am Abend isst.

Warum kein Fleisch von Tieren mit Augen und Gesicht?

Weil der Mensch von Natur aus nicht dazu ausgelegt ist. Probieren Sie doch mal eine Kuh anzuspringen, ihr in den Nacken zu springen, sie totzubeißen und das Blut zu trinken. Das schmeckt Ihnen nicht? Warum schmeckt ihnen dann ein Apfel, den sie nur pflücken müssen, der nicht schreit und den sie auch nicht töten müssen? – Weil das natürlich ist! Wenn Sie es aber schaffen, Ihren, in der Kindheit angelernten, Ekel zu überwinden, dann probieren Sie doch einmal Maden, Würmer oder Weinbergschnecken (natürlich roh, denn kein Tier kocht seine Nahrung!) Wenn ihnen das schmeckt, so signalisiert Ihnen ihr Körper einen Mangel an lebendigem und natürlichem Eiweiß.

Ein weiterer Grund, Fleisch zu meiden ist, dass es im Darm oft sehr lange liegen bleibt und oft mehr Energie für die Verdauung benötigt, als es selbst liefert. Im Volksmund heißt es immer, dass Fleisch Kraft verleiht. Ich habe noch nie einen wirklich guten Marathonläufer zum Frühstück Fleisch essen sehen. Kraft bezieht der Mensch in erster Linie aus kohlenhydrathältigen Nahrungsmitteln. Ein Auto wird ja auch mit Benzin betrieben und nicht mit Blech!

Ein ethischer Grund, Fleisch nicht zu essen, ist: Wenn Sie die Tiere, die Sie essen, selber nicht umbringen wollen, warum bezahlen Sie dann einen „Auftragskiller“ = Metzger? Ist das die christliche Nächstenliebe von der uns immer erzählt wird? Wer immer noch glaubt, Fleisch sei unbedingt notwendig, der muss mir einmal erklären, warum ich nach gut 8 Jahren ohne Fleisch jetzt seit 1 ½ Jahren plötzlich Bergmarathons laufen kann, die ich früher nicht einmal im Wanderschritt hätte bewältigen können. Training ist eine Sache. Aber sich zum Training aufzuraffen, dass hat sehr wohl mit der Nahrungsaufnahme etwas zu tun!

Kein Fleisch zu essen ist der einzig wirkliche Tierschutz, der nicht geheuchelt ist! Auch für die Tiere im Tierheim, die niemand haben will, sterben Massenweise Kühe, Fische und andere Tiere, damit diese ihr tägliches Futter bekommen. In freier Wildbahn essen Katzen keine großen Tiere!

Kein Fleisch zu essen ist gleichzeitig auch aktiver Umweltschutz. Durch die „moderne“

Schwemmentmistung in den neuen Laufställen entsteht eine Menge an Gülle. Dadurch entstehen aber giftige Gase, die nicht nur die Luft sondern auch das Grundwasser vergiften, denn die Bauern nehmen kaum Rücksicht auf fließende Gewässer, Wind oder Witterungsverhältnisse. Leider haben auch die Bauern den Bezug zur Natur verloren. Mir ist es schon passiert, dass ein Bauer, mit seinem Surfass, bei sehr starkem Wind seine üble Brühe auf sein Feld ausgebracht hat. Durch den starken Wind hat er eine Frau mit Kinderwagen und mich auch gleich mit einer Brise geduscht. Das im Frühjahr auch alle Spazierwege voll Gülle sind, stört anscheinend nur mich. Andere Zeitgenossen finden das vielleicht natürlich.

Wenn man Fleisch aus dem Ernährungsplan streicht, so verhindert man auch die Abholzung der Regenwälder. Wie im Dokumentarfilm „We feed the world“ zu sehen war, wird in Brasilien der Regenwald abgeholzt, nur um auf der dadurch frei werdenden Fläche Soja anzubauen. Dieser Soja wird fast ausnahmslos nach Europa exportiert, um dort an Masttiere verfüttert zu werden. Wer also ein Hähnchen aus der Steiermark isst, der fördert auch die Abholzung des Regenwaldes!

Warum keine Milchprodukte und schon gar keine Milch?

Kein anderes Säugetier auf der Welt ernährt sich von der Muttermilch eines anderen Tieres. Die Muttermilch des Menschen hat eine komplett andere Zusammensetzung als die Kuhmilch – und diese wird am meisten beworben. Noch dazu ist die Kuhmilch total denaturiert, weil diese homogenisiert und pasteurisiert wird. Das kommt in der Natur ebenfalls nicht vor. Dass man bei einem Liter Milch vom Supermarkt die Mischmilch von vielen verschiedenen Kühen konsumiert, hat sich in Tests ebenfalls nicht als Vorteil erwiesen. Durch eine kranke Kuh kann die gesamte Milch mit Erregern verseucht werden. Die Erreger werden zwar durch das Pasteurisieren samt der Milch abgetötet, aber die INFORMATION der Krankheit ist in dieser Milch sehr wohl noch enthalten. Siehe Homöopathie und energetisiertes Wasser. Fermentierte Milchprodukte wie Joghurt oder Käse sind der Milch auf jeden Fall vorzuziehen, wenn man schon nicht ganz darauf verzichten will.

Warum kein Getreide außer vielleicht Hafer?

Hafer ist das einzige Getreide, das der Mensch roh essen kann. Alle anderen Getreidesorten enthalten im Rohzustand Phytoinhibitoren = Gifte gegen Fressfeinde, die im Darm die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen blockieren können. Aber probieren Sie doch einmal rohes Getreide nur für sich allein zu essen. Also ohne Wasser, Gewürze, Salz oder Milchprodukte. Es schmeckt nicht? Dann lassen Sie es doch sein!

Warum niemals Soja, die nicht fermentiert wurde?

Soja enthält sogenannte Phytoinhibitoren = Gifte gegen Fressfeinde, die im Darm die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen blockieren können. Diese Stoffe können selbst durch dreimaliges Erhitzen auf 180 Grad Celsius (total widernatürlich) nicht wirklich unschädlich gemacht werden. Das sogenannte wertvolle Pflanzeneiweiß in der Soja wird ja ebenfalls durch die große Hitze chem. total verändert. Im Rohzustand ist Soja giftig! Für Soja wird intensiv geworben. Auch in der Tollkirsche befinden sich Vitamine und Mineralstoffe, aber eben auch ein lebensgefährliches Gift.

Warum keine Eier?

Weil diese im Normalfall immer erhitzt werden. Dadurch gerinnt das Eiweiss und das Ei wird chem. verändert. Außerdem verkleben Eier die Verdauung (siehe Toilettenpapierverbrauch) und somit ist aktiver Tierschutz auch Selbstschutz

Warum wird aus der gekochten Suppe das Gemüse entfernt?

Weil die meisten Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in der Suppe gelöst sind und das ausgekochte Gemüse für den Darm nur unnötige Arbeit und Verschleimung bedeutet.

Warum sollten Erdnüsse eingeschränkt gegessen werden?

Weil Erdnüsse botanisch eigentlich Wurzelknollen sind und keine Samen! Hier stimme ich mit Ayurveda überein: Keine unterirdischen Pflanzenteile! Auch Erdnüssen enthalten eine gewisse Menge an „Gifte gegen die Fressfeinde“!

 

Beispieltage:

Beispieltag 1:

2-3 Äpfel zum Frühstück.
Wer jetzt noch Hunger hat, kann noch einen Avocado essen.
Für Zwischendurch empfiehlt sich ein Chicoree.
Mittags 2-3 Bananen, Datteln oder Feigen. Bitterstoffe nicht vergessen! Diese verhindern Gärung.
Wer Zwischendurch Hunger hat kaut ein paar Blätter Radiccio.

Zwischen 17.00 und 18.00 Uhr Gemüserohkost:

Basis für 1 Person:
Eine mittlere Karotte gerieben
eine halbe Salatgurke
ein kleines Stück Karfiol
ein ganz kleines Stück geriebenen Fenchel
eingeweichter Leinsamen
4-5 Blätter milder Salat der Saison (klein gewürfelt) z.B. Chinakohl, Eisbergsalat, Kopfsalat…
Etwas Sole ODER Salzgras(Queller)
Etwas kaltgepresstes Olivenöl
Etwas frische Kokosnuss oder einen halben, mit der Gabel zerdrückten Avocado.

Zusätzlich zur BASIS:
+ Bärlauch ODER 7-10 Löwenzahnblätter ODER Brunnenkresse ODER Bittersalat.
+ eine Sorte gedünstetes/gebratenes Gemüse eventuell mit etwas Lauch oder Zwiebel
+ ODER Linsen ODER Bohnen ODER Erbsen…
+ gewürfelter gelber oder roter Paprika
+ Brennesselsamen
+ etwas Hanföl
+ FlohsamenSCHALEN

Der Rohkostanteil sollte mindestens 85 % betragen!

 

Beispieltag 2:

1-2 Mangos zum Frühstück.
Wer jetzt noch Hunger hat, kann nach einer 15 Minuten Pause noch einen Avocado essen.
Für Zwischendurch empfiehlt sich ein Chicoree.
Mittags als leichte Kost einen Teller verschiedene milde Salate und nur EINE Sorte Bittersalat!
Eventuell mit einer Avocadocreme (Avocado mit Gabel zerdrücken)
Mit Öl und Sole anmachen, eventuell mit Galgant ODER Rosmarin ODER Curry würzen.
Wer Zwischendurch Hunger hat kaut ein paar Blätter Radiccio.
Zwischen 17.00 und 18.00 Uhr Gemüserohkost siehe Beispieltag 1

Beispieltag 3:

1-4 Orangen (je nach größe) zum Frühstück.
Wer jetzt noch Hunger hat, kann nach einer 15 Minuten Pause noch einen Avocado essen.
Für Zwischendurch empfiehlt sich ein Chicoree.
Mittags 2-3 Bananen, Datteln oder Feigen. Bitterstoffe: 5-8 Löwenzahnblätter
Wer Zwischendurch Hunger hat kaut ein paar Blätter Radiccio.
Zwischen 17.00 und 18.00 Uhr Gemüserohkost siehe Beispieltag 1

Beispieltag 4:

½ -1 Galia-, Honig oder Cantaloupe Melone zum Frühstück.
Wer jetzt noch Hunger hat, kann nach einer 15 Minuten Pause noch einen Avocado essen.
Für Zwischendurch empfiehlt sich ein Chicoree.
Mittags frische Jackfrucht
Wer Zwischendurch Hunger hat kaut ein paar Blätter Radiccio.
Zwischen 17.00 und 18.00 Uhr Gemüserohkost siehe Beispieltag 1

Beispieltag 5:

1 Traubenrispe (je nach größe) zum Frühstück.
Wer jetzt noch Hunger hat, kann nach einer 15 Minuten Pause noch einen Avocado essen.
Für Zwischendurch empfiehlt sich ein Chicoree.
Mittags 1-2 Sapoten Mamay. Bitterstoffe: 5-8 Löwenzahnblätter
Wer Zwischendurch Hunger hat kaut ein paar Blätter Radiccio.
Zwischen 17.00 und 18.00 Uhr Gemüserohkost siehe Beispieltag 1

Beispieltag mit Nüssen:

Frische oder tiefgefrorene Heidelbeeren zum Frühstück. (nur die mit der Blauen Farbe!)
Erst wenn sich der Magen wieder LEER anfühlt, so essen Sie jetzt eine Sorte Nüsse.
Mandeln ODER Pekan-Nüsse ODER Walnüsse ODER Paranüsse ODER Haselnüsse.
Mittags einen frisch gepressten Gemüsesaft (Rohnen, Karotten und etwas Sellerie)
Das hebt die säurebildende Wirkung der Nüsse größtenteils auf.
Wer Zwischendurch Hunger hat kaut ein paar Blätter Radiccio.
Zwischen 17.00 und 18.00 Uhr Gemüserohkost siehe Beispieltag 1

Beispieltag mit reifen Früchten, Beispiel Traubenzeit:

Zum Frühstück blaue oder rote Trauben.
Danach oder 1 Stunde später etwas Löwenzahn, Lindenblätter, Schlangenknöterich, Radiccio, etc.
Mittag wieder rote oder blaue Trauben.
Danach oder 1 Stunde später etwas Löwenzahn, Lindenblätter, Schlangenknöterich, Zuckerhut, etc.
Spätestens um 5 Uhr Nachmittag wieder Trauben
Danach oder 1 Stunde später etwas Zuckerhut, Lindenblätter, Schlangenknöterich, Radiccio, etc.

Das kann auch mit Marillen, Trauben, Äpfeln, Birnen etc. gemacht werden.
Kirschen sind nur für jene empfehlenswert, die an diese Kost bereits gewöhnt sind, ansonsten ist mit heftigen Reinigungsreaktionen im Darmtrakt zu rechnen.
Mit Johannisbeeren oder Himbeeren ist das fast nicht möglich, denn der Körper verlangt spätestens am Nachmittag nach etwas Festerem. (Avocados!)

Was Zwischendurch oder nach einer Mahlzeit gegessen werden kann:
UNBEHANDELTE Oliven.

Werden Nahrungszusatzstoffe benötigt welche als Pulver vorliegen, so kann man diese in die Gemüserohkost hineinmischen. Eventuell etwas Wasser nachgießen.